Marie Madeleine Saludas‘ figurative Skulpturen verbinden klassische Aspekte der Bildhauerei mit einem modernen Blick auf das Medium. Das Material Holz wird gezielt betont – die Textur genauso wie die Werkspuren werden formbegleitend und formbildend in den Schaffungsprozess miteinbezogen. Die Arbeiten bilden häufig Frauenkörper ab – stehende, tanzende, sitzende Gestalten oder Körpergruppen. Um das Abbild eines konkreten Frauentyps geht es jedoch selten, vielmehr beschäftigt sich Saludas mit der weitgreifenden Idee von „Mensch Sein“. Ihre Skulpturen sind niemals mit Details überladen, sondern erscheinen wie die sanften Umrisse einer unter einem Schleier verborgenen Silhouette.

"Meine Skulpturen sind in ihrer Ausdrucksweise nicht eindeutig, sondern vielschichtig, auch widersprüchlich. Zart - zerbrechlich - schwingend und schwebend, und dennoch stark - sicher - energiegeladen. Nur die Andeutung kleiner Bewegungen, ein gesenkter Kopf, ein leicht nach vorn gebeugtem Körper... Man fühlt sich unmittelbar zu ihnen hingezogen, sie fühlen einen an, doch gleichzeitig entziehen sie sich, wollen ihr Eigenleben, ihr Geheimnis wahren." (M.M. Saludas)

Saludas wuchs in Bonn auf. 1990-93 absolvierte sie eine Steinbildhauerausbildung in Berlin, wo sie auch ihren Mann, den Künstler Thorsten Bisby-Saludas, kennenlernte. Seit 2006 lebt und arbeitet das Künstlerpaar in Hoppenwalde in der malerischen Region um Ueckermünde, wo sie sich ein weitläufiges Atelierareal errichtet haben. Saludas' Werke werden regelmäßig auf Ausstellungen deutschlandweit gezeigt. 2019/2020 erhielt sie den Auftrag für eine Skulptur zur Preisverleihung „Frau des Jahres“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Internationalen Frauentags.

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