Frank Suplie malt Szenen aus seinem Berliner Alltag, die ihn bewegen: Menschen, Hunde, ihre Häufchen, den Sonnenaufgang über dem Gleisdreieckgelände, die Straßenflächen dunkel, wie die Kanäle von Ringelnatz, die großflächigen Werbetafeln, den Abriss vom Sportpalast.

Seine ersten Stadtlandschaften entstanden an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin erst unter Peter Janssen und später, nach dessen Ausscheiden aus dem Lehrbetrieb, in der Klasse von Professor Klaus Fußmann, dessen Meisterschüler er wurde. Nach seiner Meisterschülerprüfung zog Suplie in eine Fabriketage in Kreuzberg. Rund um das Fabrikgebäude wurden die Häuser entmietet, standen vor dem Abriss, wurden zu Gerippen. Während er in Initiativen gegen den Abriss kämpfte, faszinierte ihn zugleich der Vorgang an sich, das Einstürzen und Offenlegen von Gebäudeteilen und die Staubwolken – das alles wurde zum häufigen Thema von Suplies Bilder, die mit der Zeit immer größere Formate annahmen.

Suplie gehört seit ihrer Gründung im Jahr 1989 der Malervereinigung der Norddeutschen Realisten an, die sich im Rahmen jährlich stattfindender Pleinair-Symposien formiert hat und sich vorrangig dem Motiv verpflichtet fühlt. Passend dazu malt er seine Motive stets in der traditionsreichen Technik der Eitempera-Malerei, die er schon früh von Peter Janssen übernommen hatte. Zudem war er Stipendiat der Villa Serpentara der Akademie der Künste in Olevano Romano, wodurch er einige Zeit in Italien verbrachte. Später erhielt er auch das Atelierhaus Stipendium in Worpswede.

Arbeiten von Frank Suplie sind in vielen öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter die Berlinischen Galerie, die Stiftung Stadtmuseum Berlin, die Kunstsammlungen des Berliner Senats und vom Internationalen Congress Centrum Berlin, das Kreuzberg-Museum,das Museum für Verkehr und Technik Berlin, das Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf und andere.

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